HOLLEN.
In der letzten Sitzung des Rates der Gemeinde war die Ehrung der
Ratsmitglieder und Hinzugewählten mit Dank und Anerkennung für langjährige
Tätigkeit ein besonderer Punkt. Zuvor war es Bürgermeister Dieter Lilkendey
ein Anliegen, persönlich Rückblick zu halten und seine 39 Ratsjahre „kurz
zu durchstreifen“.
30 Ratsmitglieder und einige Hinzugewählte begleiteten ihn durch die Zeit.
Namentlich nannte er die Ratsherren nach seiner ersten Wahl 1972. 1976 wurde
er als stellvertretender Bürgermeister und in den Samtgemeinderat gewählt.
Das frühe Ausscheiden seines Vorgängers Hermann Siebert stellte ihn 1990 vor
die Aufgabe des Bürgermeisters. Seine Bedingung: mit Ursel Nordholz als
Gemeindedirektorin. Die Verwaltungsvertreterin ersten Ranges war ein Glücksgriff.
Ein wunderbares Verhältnis im Rat sei „schuld“ an seiner langen Amtszeit.
Durch die Geschlossenheit der Einwohner, des Rates, der Vereine, Gruppen,
Kirchengemeinde, Senioren und Spielkreis „konnten Träume Wirklichkeit
werden“. Nicht zuletzt galt sein Dank der Unterstützung seiner Familie. Der
Abschluss fiel ihm schwer. Der Rettungsanker, so Lilkendey, sei die
Entschuldungshilfe des Landes – die Gemeinde könne sich allein nicht über
Wasser halten.
Zur Urkunde des Rates mit dem Dank und Anerkennung für langjährige Tätigkeit
fand er für jedes der folgenden Ratsmitglieder persönliche Worte über
Engagement und Schwerpunkte.
Zusätzlich mit einer Urkunde für 25 Jahre Ratstätigkeit wurde Harald
Heitland ausgezeichnet, stellvertretender Bürgermeister Meinhard Hühnken (30
Jahre), 2. Stellvertreter Detlef Harms (22 Jahre), Anke Rose (20 Jahre),
Dietmar Mewes (10 Jahre), Frank Böttjer (10 Jahre), Marco Kück (5 Jahre),
hinzugewählte Mitglieder Marion Schnaars und Stefan Bischoff.
Die Urkunde mit „dreifachem Dank“ überreichte
Lilkendey an Gemeindedirektorin Ursel Nordholz.
Mit der Urkunde und Laudatio
für Bürgermeister Lilkendey bezeichnete Meinhard Hühnken 39 Jahre
Ratsarbeit als kaum vorstellbar. 1991 bei seiner Wahl signalisierte die
Opposition mit „Schwimmhilfen“ symbolische Unterstützung. Er habe sich
frei geschwommen und sei ein Mann der Tat geworden Persönlich dankte er ihm für
harmonisches Zusammenwir-ken.
Überrascht war Fraktionskollege Heitland von der Laudatio Hühnkens für sein
Erreichtes und seine freundschaftliche Zusammenarbeit. Er habe gerne im Rat
mitgewirkt, verzichtete aber aus persönlichen Gründen auf eine weitere
Kandidatur.
Die kollegiale Ratsführung und kollegiale Zusammenarbeit im Rat betonte
Dietmar Mewes und richtete einen besonderen Dank an Einwohner Wulf Scbhwarzat
für die Unterstützung beim Turnhallenbau.
Gerne weiter mitgewirkt hätte Marco Kück, beglückwünschte Meinhard Hühnken
und Anke Rose und wünschte sich, dass Hollen in der Einheitsgemeinde einen
hohen Stellenwert behält.
Als historisch, auch mit
etwas Wehmut, sah Samtgemeindebürgermeister Ulf Voigts die letzte
Ratssitzung,und machte
Mut für die Zukunft, das in 40 Jahren Erreichte nicht nur zu erhalten,
sondern auch zu verbessern In Hollen wurde frühzeitig geübt, die Bürger zu
beteiligen – das sollte auch so bleiben. Meinhard Hühnken als
voraussichtlicher Ortsvorsteher kenne die Materie. Den Dank an die Verwaltung
gab er gerne zurück, persönlich auch an Dieter Du wusstest immer was du
wolltest und hast bei keinem Treffen deine maroden Straßen unerwähnt
gelassen (mo).